Google Webdesigner

Mit dem Google-Webdesigner animierte Grafiken erstellen

14.05.2018 Google gelesen in 7 min

Der Google-Web­designer be­findet sich schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Die aktu­elle Beta­version kann kosten­los auf einer Google-­Web­site herunter­geladen werden und funktio­niert mit Windows und Mac.

Mit dem Tool lassen sich inter­aktive Designs und Grafiken ent­wickeln, die auf HTML5 basieren. Alle Ani­ma­tionen können auf jedem Gerät ohne Dar­stellungs­verlust ab­ge­bildet werden. Der Web­designer eignet sich auch für die Er­stellung von Werbeanzeigen.

Wie bei allen Google-Pro­dukten üblich wird eine ein­fache Inte­gration mit anderen Google­-Diensten er­mög­licht. So lassen sich die fertigen Werke direkt in Google Drive speichern. Eine er­stellte An­zeige kann direkt mittels Google Ads ver­öffent­licht werden.

Die Funk­tionen des Google­-Web­designers

Mit­hilfe der vorge­gebenen Kom­ponenten kann der Nutzer auf schnelle Art und Weise Grafiken und Ani­matio­nen er­stellen. Die Web­designer­ober­fläche des Tools bietet eine große Arbeits­fläche, auf der zahl­reiche Werk­zeuge zur Ver­fügung stehen.

In der Design­an­sicht können alle Bilder, Texte und Grafiken so dar­ge­stellt werden, wie sie später ein­mal in dem je­weiligen Browser ab­ge­bildet sind.

Inhaltsbild 1 Blogbeitrag Google Webdesigner Funktion

In der Code­an­sicht be­findet sich der ent­sprech­ende Code mit allen ange­gebenen Farb­modi­fi­kationen und sonsti­gen For­ma­tierun­gen.

Mit­hilfe der Ansichts­leiste kann zwischen den ver­schiedenen Dar­stellungs­weisen ge­wechselt werden. Als weitere Funktion steht die Vor­schau zur Ver­fügung, mit der die kom­plette HTML-Datei be­trachtet werden kann.

Die Symbol­leiste bildet das wichtigste Instru­ment des Web­designers. Hier stehen die Tools zur Ver­fügung, mit denen sich eine Grafik oder ein Design er­stellen lässt.

Mit dem Aus­wahl­tool lassen sich ver­schiedene Objekte in die Arbeits­fläche ein­fügen. Das Be­wegungs­pfad­tool er­stellt kurven­förmige Be­wegungs­pfade für ani­mierte Grafiken. Die 3-D-Tools sorgen dafür, dass Objekte in 3-D ge­dreht und ver­schoben werden kön­nen. Weitere Tool­funktio­nen sind für die Farb­ge­staltung und Text­an­passung zu­ständig.

Die wohl interes­santeste Funk­tion bildet die Zeit­achse inner­halb des Google­-Web­designers. Hier können Ani­ma­tionen sehr genau ver­feinert bzw. kom­plett er­stellt werden.

Mit­hilfe der so­ge­nannten Key­frames werden Ani­mationen szenen­weise auf­ge­baut. Im Detail­modus kann jedes einzelne Ele­ment separat ani­miert werden. So kann auf schnelle und ein­fache Art und Weise eine kurze Ani­mation ge­schaffen werden, die keiner­lei größeren Pro­grammier­aufwand bedarf.

Ein weiterer Be­reich des Google-­Web­designers ist das Steuer­feld. Mit dieser Funk­tion kann das Res­ponsive Lay­out ein­ge­stellt oder weitere CSS-Ein­stel­lungen ausge­führt werden.

Mit dem Google-­Web­designer können für das Res­ponsive Lay­out Halte­punkte platz­iert werden, wodurch An­zeigen ge­bildet werden, deren Stil sich an die ent­sprech­ende Größe an­passt. Des Weiteren steht eine Funk­tion für ein fließendes De­sign zur Ver­fügung. Ele­mente lassen sich dadurch propor­tional ver­schieben, sobald sich der Dar­stellungs­bereich ändert. 

In einer eigenen Kom­ponenten­biblio­thek können Videos, Straßen­karten und Bilder­galerien inte­griert werden.

Der Webdesigner im alltäglichen Einsatz

Personen, die bereits mit den gängig­sten Design­pro­gram­men ver­traut sind, sollten sich schnell zurecht­finden. Die Funk­tionen des Google-­Web­designers gehen sogar so weit, dass auch ein­fache Web­sites mit dem Pro­gramm er­stellt werden können. Aller­dings bedarf es hier einer tiefer gehenden Be­schäfti­gung mit der Materie.

Google selbst hat auf der Site des Google-­Web­designers einige Best-­Practice-­Beispiele hoch­gestellt, die mit dem inno­vativen Tool ent­wickelt worden sind. Die Web­sites sehen sehr gut aus und weisen auch die von Google ge­forderten Kri­terien (z. B. Mobile Opti­mierung) auf.

Der Google-­Web­designer eignet sich somit sehr gut als Instru­ment für den täg­lichen Ein­satz. Aller­dings ist hierbei darauf hinzu­weisen, dass das Tool kein voll­ständiges Content-Management-System er­setzt. Der Fokus liegt haupt­säch­lich auf der Er­stel­lung von Werbe­anzeigen.

Inhaltsbild 2 Blogbeitrag Google Webdesigner

Trotz seiner viel­fälti­gen Mög­lich­keiten wird das Pro­gramm im Alltag noch sehr wenig ver­wendet.

Dies mag viel­leicht darin liegen, dass der Web­designer vielen An­wendern noch nicht be­kannt ist.

Es wird in den Por­talen und Medien wenig über das Tool be­richtet, sodass die Markt­bekannt­heit sich in Grenzen hält.

Google selbst stiftet bei den Nutzern viel­leicht selbst für ein wenig Ver­wir­rung, da seit längerer Zeit nur die Beta-­Version ge­laden werden kann. Bis jetzt steht keine finale Ver­sion zur Ver­fügung, was viele An­wender ab­schreckt. Sie be­fürchten, dass sie ein nicht aus­gereif­tes Pro­gramm herunter­laden.

In naher Zukunft wird Google diesen Tat­bestand viel­leicht ab­ändern, denn mit der Beta-­Version lässt es sich jetzt schon sehr gut arbeiten.

Nachteile des Google-­Web­designers

Der Standard des Pro­gramms ist HTML5. Dieses Format kann gerade bei der Er­stellung von An­zeigen zu Schwierig­keiten führen. Ältere Browser können HTML5 nicht ver­stehen, sodass es zu Pro­blemen bei der Dar­stellung kommen kann. Dies betrifft zwar nur sehr wenige Nutzer, aber den­noch sind noch einige Per­sonen davon betroffen.

Wie schon bereits be­schrieben, ist die Bedien­barkeit für einfache Grafiken und Banner recht über­schau­bar. Trotz­dem braucht man eine ge­wisse Zeit, bis man sich in das Tool einge­arbeitet hat. Google selbst stellt auf der Web­site eine umfang­reiche Hilfe­stel­lung zur Ver­fügung.

Dies hilft einem, sich in dem Web­designer zurecht­zu­finden, ersetzt aber nicht die aus­führ­liche Ein­ar­beitung. Falls das nicht aus­reicht, kann das Forum von Google weiter­helfen. Hier finden sich auch Infor­mationen, ab wann welche neue Version zur Ver­fügung steht.

Des Weiteren gibt Google nütz­liche Infor­mationen und Tipps zu ver­steckten Kniffen im Web­designer. Wer sich gerne als Ex­perte für das Pro­gramm zerti­fizieren lassen möchte, der kann das auf der eigenen Zerti­fizierungs­plattform von Google tun. Dadurch erhält man einen noch tieferen Ein­blick in die vielen weiteren Funk­tionen des Google-­Web­designers.

Wir freuen uns darauf, Dein Projekt voran­zubringen.

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