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Sprachsteuerung, eine neue Art und Weise der digitalen Vernetzung

14.09.2018 Digitalisierung gelesen in 5 min

Ein Trend, der heute überall auf Messen und in Fachzeit­schriften zu finden ist, stellt die Einfüh­rung von Sprach­steuerungssystemen dar. Seit eini­gen Jahren hat diese neue Art der Kommuni­kation Einzug in den Alltag der Menschen gehalten.

Zu Beginn wurden einzelne Sprach­be­fehle in Textverar­beitungsprogramme inte­griert, um das Schreiben von Doku­menten zu vereinfachen. Ihren Siegeszug vollzog die Sprachsteuerung mit Einfüh­rung der Smartphone-Assistenten.

Kurze Befehle reichen heutzutage aus, um Programmen wie Siri oder Alexa einen Auftrag zu erteilen. Auf Wunsch hin rufen die Dienste eine bestimmte Person an oder suchen nach einer Location oder dem eigenen Lieblings­rezept.

Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass die Systeme auch in Bord-Computern von Autos zu finden sind. Mithilfe der Pro­gram­me kann ein Autofahrer verschie­dene Funktionen tätigen, ohne vom Fahren abgelenkt zu werden.

Moderne Fernseher können ebenfalls per Sprach­befehl gesteuert werden. Die Ent­wick­lung geht sogar so weit, dass sich Spielekonsolen mit der eigenen Stimme komplett bedienen lassen.

Seit einiger Zeit haben die Hersteller ihre Produkt­palette kontinuierlich erweitert und neue Sprach­assistenten eingeführt. Sie lassen sich bequem in den eigenen Haushalt integrieren und mit ver­schie­denen Befehlen steuern.

Eine Weiterentwicklung stellt das Smart Home dar, durch das unterschied­liche Haushaltsgeräte miteinander ver­netzt werden. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, Lebens­mittel zu bestellen oder die Temperatur von unter­wegs aus zu regulieren.

Welche Sprachassistenten existieren auf dem Markt?

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In der letzten Zeit haben viele Hersteller ihre Produkte auf den Markt gebracht. Echo ist der Assistent von Amazon, über den nicht nur Pro­dukte bei Amazon bestellt werden können, son­dern auch verschiedene Suchanfragen gestartet werden.

Das Gerät spielt die eigene Lieblingsmusik ab und lässt sich mit dem Fernseher und weiteren techni­schen Komponenten vernetzen.

Der HomePod von Apple fungiert eher als eine Art Lautsprecher, der das Wohn­zimmer oder Schlaf­zim­­mer mit Sound versorgt. Er ist vorrangig zur Musikwieder­gabe gedacht, auch wenn der Sprach­as­sis­tent Siri standard­gemäß integriert ist.

Google Home ist das Produkt des In­ter­net­giganten Google und weist ähnliche Funktionen wie der Assistent von Amazon auf. Er lässt sich mit verschiedenen Smart Home Geräten verknüpfen.

Wie verändern die Sprachassistenten die Suchgewohnheiten?

Der Sprachassistent und die damit verbundene Vernet­zung des Haushalts macht es möglich, alle Such­anfra­gen oder Bestellungen komfortabel von der Couch aus durchzuführen. Die Eingabe der Such­anfrage in die Leiste des Internet­browser entfällt vollständig.

Die Spracherkennung wird immer ausgereifter und besser und hat das Ziel, die Textsuche per Computer oder Smartphone zu ersetzen. Die Dienste sollen im weiteren Verlauf sogar in der Lage sein, Dialekte und unterschied­liche Aus­sprachen zu erkennen.

Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Sprachbefehl zuverlässig von den Maschinen erfasst wird. Diese Veränder­ung des Kommunika­tionsverhaltens stellt auch Unternehmen vor neue Herausfor­derungen. Sie müssen ihre Funktionen auf die entsprechenden Geräte abstim­men, um die Nutzer auf ihre Angebote aufmerk­sam zu machen.

In diesem Sinne geht es nicht mehr um die reine Anpas­sung von Inhalten, sondern um eine Anpassung an die Befehle und Suchanfragen, die per Sprache an die Geräte gestellt werden.

Welche Nachteile ergeben sich durch die Verwendung von Sprachassistenten?

Die modernen Geräte erleichtern den Alltag und greifen direkt in die Gewohn­heiten der Menschen ein. Damit dies sichergestellt wird, fordern die Systeme Zugriff auf per­sönliche Daten und das persönliche Umfeld. In jedem Assistenten ist ein Mikrofon eingebaut, damit der kleine Computer die Sprach­befehle auch verstehen kann.

Viele Hersteller versichern, dass nur die Befehle und keine weiteren Daten aufge­zeichnet werden. Erste Tests haben aber gezeigt, dass die Geräte mehr erheben als eigent­lich erwünscht. Diese Daten werden gespeichert und niemand weiß genau, welche Absichten dahinter stecken. Den Preis, den die Menschen für ein be­queme­res Leben zahlen, ist der Zugriff auf die eigene Privatsphäre.

Trotz dieser Bedenken sind die kleinen Geräte in zahl­reichen Haushalten zu finden. Die Vorteile scheinen hier mehr zu überwiegen als der Verlust der eigenen Privatsphäre.

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Kurze Zusammenfassung

Der Siegeszug der Sprachassistenten ist nicht mehr aufzuhalten. Die Geräte wer­den sich eines Tages in jedem Haushalt finden. Sie revolutio­nieren die Suchge­wohn­heiten der Menschen und sollen den Alltag erleichtern.

Das Ziel besteht darin, dass die Geräte eines Tages dazu in der Lage sind, alle technischen Geräte in einem Haus­halt effizient zu managen. In der Zu­kunft verschwindet die Hardware vielleicht vollständig und wird komplett in die Technik einer Wohnung oder eines Hauses integriert.

Eine kurze Frage an den Assistenten reicht aus und schon wird der ent­sprechende Befehl ausgeführt. Auf die Funktion kann von überall im Haushalt zugegriffen werden. Der Assistent bestellt Essen, schaltet die Wasch­maschine an, koordi­niert die Reinigungsroboter usw. Die Vi­sio­nen zeigen, dass der weiteren techni­schen Entwick­lung keine Grenzen gesetzt sind.  

Trotz der Vorteile ist es aber wichtig zu wissen, dass die eigene Privatsphäre durch die Geräte eingeschränkt wird. Es werden Daten gesammelt, die mit der eigent­li­chen Suchanfrage nichts zu tun haben. Jede neue technischen Errungen­schaft hat ihren Preis, der in diesem Fall die Sammlung der eige­nen persönlichen Daten darstellt. Dies sollte sich jeder vorab bewusst machen, wenn er sich einen modernen Assistenten zulegt.