virtuelle Brücke in einer Stadt

Mit der virtuellen Realität in neue Welten eintauchen

27.04.2018 Digitalisierung gelesen in 7 min

Seit unge­fähr zwei Jahren kann man auf Spiele­messen und Technik­messen virtu­elle Brillen aus­probieren, die den Nutzer in eine neue Dimen­sion ver­setzen sollen. Die tech­nische Ent­wicklung ist bereits so weit voran­ge­schritten, dass der Nutzer sich völlig in der virtu­ellen Welt ver­lieren kann. Gerade Spiele­hersteller ver­suchen mit den Brillen, neue Kunden­gruppen für sich zu ge­winnen.

Doch welche Technik steckt genau da­hinter und wie kann man als Unter­nehmen die virtu­elle Reali­tät für sich nutzen? Das sind aktuell die Fragen, mit denen sich die Mar­keting­welt aus­einander­setzen muss.

Was versteht man unter der virtu­ellen Reali­tät?

Inhaltsbild Blogbeitrag Frau mit VR-Brille

Eine virtu­elle Reali­tät wird von Com­puter­pro­gram­men er­zeugt und ver­sucht uns eine Wirklich­keit vorzu­spielen, die eigent­lich nur auf unserem Rechner oder unserer VR-­Brille exis­tiert.

Das Ziel be­steht darin, uns eine andere Welt anzu­bieten, in der wir unsere Alltags­sorgen und Pro­bleme für einen Moment ver­gessen können.

Die virtu­elle Dimen­sion er­mög­licht es uns aber auch, neue Dinge zu ent­decken, die uns bis dahin völlig unbe­kannt ge­wesen sind. Gerade in VR-Computer­spielen sollen wir mit dem Haupt­charakter „eins“ werden und Zeit und Ort völlig außer Acht lassen. Diese Um­setzung ge­lingt be­sonders gut, wenn man in Spiele ein­taucht, die schon zuvor die Ich-­Perspek­tive ange­boten haben.  

Die Technik ist mittler­weile so weit aus­ge­reift, dass sie auch auf dem Smart­phone ver­wendet werden kann. Apple, Sam­sung und Google arbeiten fieber­haft daran, virtu­elle Ele­mente auf das eigene Smart­phone zu bringen.

Mittels einer speziel­len Brille werden dem Nutzer ver­schiedene Infor­mationen ausge­spielt, um eine Sight­seeing­tour durch eine Stadt interes­santer zu gestalten.

Zum Beispiel können Nutzer mittels ihres Smart­phones detail­lierte An­gaben zu Kirchen, Kathe­dralen und anderen histo­rischen Gebäuden er­halten. Sie er­kunden die Stadt quasi auf virtu­elle Art und Weise.

Google selbst hat mit der Google Glass ein erstes Pro­dukt für diese Technik auf den Markt ge­bracht. Jedoch konnte sich bis jetzt der Er­folg noch nicht so richtig ein­stellen. Aller­dings hält es den Such­maschinen­giganten nicht davon ab, weiter an einer bes­seren Brille zu arbeiten. Andere Her­steller sind eben­falls gerade dabei, neue aus­ge­reiftere Brillen auf den Markt zu bringen.

Eine neuer Markt für die virtu­elle Reali­tät

Die Möglich­keiten, die sich durch die virtu­elle Reali­tät er­geben, sind groß. Für Unter­nehmen, die bisher die Ver­markt­ung über klas­sische Marketing­kanäle voll­zogen haben, er­schließen sich neue Ab­satz­kanäle und Kunden­gruppen.

Die virtu­elle Reali­tät ist bei der jüngeren Ge­nera­tion sehr beliebt. Sie sind sozu­sagen mit dem Smart­phone auf­ge­wachsen und gegen­über virtu­ellen An­wend­ungen eher auf­ge­schlossen. So können Unter­nehmen gezielt ihre Dienst­leistungen mit­hilfe der virtu­ellen Reali­tät auf das Smart­phone oder die Spiele­konsole bringen.

An dem bereits dar­ge­stellten Bei­spiel des Touristen, der sich mit seiner Smart-­Brille durch die Stadt be­wegt, wird dies noch einmal er­sicht­lich. Zu­sätzlich zu den Ge­bäude­infor­mationen können dem Nutzer Infor­mationen zu einem Res­taurant in der Nähe oder zu einem Mode­geschäft ange­zeigt werden. Den Weg findet der Nutzer dann über die virtu­elle Navi­gations­hilfe, die ihm auf seiner Brille ange­zeigt wird.

Für die Nutzung zu Hause können Unter­nehmen eben­falls spezielle An­wend­ungen ent­wickeln. Zum Bei­spiel kann sich ein Kunde sein Wunsch­fahrzeug mittels einer VR-­Brille zu Hause selbst zusammen­stellen und das finale Er­gebnis direkt an den Her­steller schicken.

Inhaltsbild Blogbeitrag VR-Medizin

In der Praxis hat die virtu­elle Reali­tät vor allem im medi­zini­schen Bereich Ein­zug ge­halten. Hier besteht für Stu­denten bereits die Mög­lich­keit, an virtu­ellen Patienten ihre Ken­ntnis­se und Fähig­keiten zu er­proben.

Die Ärzte spielen in virtu­ellen An­wend­ungen vorab schwierige Opera­tionen durch, damit sie die kom­plexen Schritte in der Reali­tät richtig um­setzen können.

Auch die Flug­gesell­schaften schulen ihre Piloten schon in virtu­ellen Flug­simula­tionen, um diese auf auf­tretende Schwierig­keiten während eines Fluges vor­bereiten zu können.

Grenzen der virtu­ellen Reali­tät

So groß das Poten­zial auch sein mag, so bringt die virtu­elle Reali­tät auch Ge­fahren mit sich. Als Nutzer ver­gisst man in der virtu­ellen Welt schnell Raum und Zeit, so­dass man von Stunde zu Stunde mehr in der virtu­ellen Dimen­sion ge­fangen ist. Dies birgt natür­lich das Risiko, dass man irgend­wann von selbst nicht mehr aus dieser Welt heraus­findet.

Die Technik ist auch noch nicht so weit ausge­reift, um ein ein­wand­freies Er­lebnis gewähr­leisten zu können. Einige Nutzer klagen bei der Ver­wendung von VR-­Brillen über Übel­keit oder Schwindel­gefühl. Doch werden die Her­steller sicher­lich auch dieses Problem in der nächsten Zeit lösen, um die virtu­elle Reali­tät ohne größere Pro­bleme nutzen zu können.

Der Sieges­zug der virtu­ellen An­wend­ungen ist aber auf jeden Fall nicht mehr auf­zu­halten. Eines Tages besteht sicher­lich die Mög­lich­keit, kom­plett in eine andere Reali­tät ein­zu­tauchen, in der man zwischen der echten Welt und der com­puter­generierten Welt nicht mehr unter­scheiden kann.

Interes­sant wird für viele dann sicher­lich auch die Ver­wendung eines Ava­tars, mit dem man sich virtuell ein anderes Leben auf­bauen kann und so seine eigenen Pro­bleme und Sorgen in der wirk­lichen Welt ver­gisst.

In welche Richtung die Ent­wick­lung wirk­lich geht, das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Sicher ist aber, dass wir in der weiteren Zu­kunft noch viel von der virtu­ellen Reali­tät hören werden. Wichtig ist dabei nur, nicht zu ver­gessen, dass sie auch Ge­fahren mit sich bringt.

Wir freuen uns darauf, Dein Projekt voran­zubringen.

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